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  Presseinfo zum Konzertprogramm 2010

 

Das Programm 2010 des „Brandenburger Motettenchores“ bietet eine spannende Klangvielfalt mit teilweise heute eher selten zu hörenden A-cappella-Werken.

Dabei reicht die Palette der Werke von Heinrich Schütz (1585 – 1672) vom sechsstimmigen Werk „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ sowie dem drei-chörigen zwölfstimmigen „Jauchzet dem Herren alle Welt“ bis zu den Komponisten der Gegenwart Rainer Lischka (geb. 1942) und Josef Swider (geb. 1930). Des weiteren können sich die Zuhörer auf Werke von Pachelbel, Rachmaninow, Rheinberger und Reger freuen. Zwischen dem Gesang wird Orgelmusik, gespielt von den regionalen Kirchenmusikern, zu hören sei.

Gönnen sie sich eine entspannende schöne Stunde bei einer Zeitreise durch die Musik der verschiedenen Jahrhunderte. Der Eintritt zu allen Konzerten des „Brandenburger Motettenchores“ ist frei, es wird jedoch am Ausgang um eine Spende zur Deckung der Unkosten erbeten.

 
 

 

Presseinfo zum Konzertprogramm 2009

 

Unser Programm 2009 umfasst ein breites musikalisches Spektrum und reicht von Komponisten der Gegenwart bis zu den "Klassikern"
Heinrich Schütz, Melchior Franck und Felix Mendelssohn Bartholdy.
Eine Uraufführung wird es auch geben, der Komponist Rainer Lischka hat eigens für den Chor "Irischer Segenswunsch", ein sechsstimmiges Werk mit Tenorsaxophon, geschrieben.
Es wird insgesamt eine große Klangvielfalt zu erleben sein, vom gewöhnungsbedürftigen "Schweigen" von Robert M. Helmschrott, über in russischer Sprache gesungene Werke von Rachmaninow bis zum doppelchörigen "Psalm 22" von F.M. Bartholdy.
 


„Wie liegt die Stadt so wüst“

Erinnerungen von Rolf Gutmann,

der an der Uraufführung der Motette beim Dresdner Kreuzchor mitsang

Die Motette hat der damalige Kreuzkantor Rudolf Mauersberger wenige Wochen nach den schweren Bombenangriffen in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 noch unter dem Eindruck des selbst hautnah Erlebten komponiert.

Den ersten Angriff erlebte er im Keller eines Mietshauses, das lichterloh brannte. Er wurde ausgebombt, wie man das damals nannte, und trug eine schwere Rauchvergiftung davon. Auf dem Weg – wegen des Feuersturms besser auf längeren Umwegen – zur Kreuzschule mit dem Internat des Kreuzchores, wohin er aus Sorge um seine Kruzianer wollte, landete er in einem parkähnlichen Gelände, wo er vom zweiten Angriff überrascht wurde. Unter teilweise umstürzenden und brennenden Bäumen „Schutz suchend“ überlebte er auch Diesen. Noch schlimmer traf es den Kreuzchor. Die Kreuzkirche war ausgebrannt, das Kreuzgymnasium mit Internat lag in Trümmern, Gesangssaal und Notenbibiliothek wurden ein Raub der Flammen. Aber es kam noch grausamer, zehn Kruzianer fielen den Angriffen zum Opfer.

Der Chor war in alle Winde zerstreut. Im Juli 1945 begann die Chorarbeit wieder in dem Dresdner Vorort Plauen. Die erste Vesper fand Anfang 1945 in der zerstörten Kreuzkirche statt. Hunderte Dresdner standen im nur notdürftig vom Trümmerschutt befreiten Kirchenschiff und gedachten der Toten Kruzianer und der zwei Pfarrer mit ihren Familien.

In dieser Gedenkvesper wurde die Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“ uraufgeführt.

 

© Brandenburger Mottetenchor, 2006-2010